Presse


laufendes Jahr




Hertener Bürgerstiftung

Hertener Allgemeine  14.10.2021

Quartierbüro

Streicheleinheiten bei Sonnenschein

 

Die „Tankstelle Natur“ ist gut für das Miteinander

 

Sonnenschein und Tierfarm lockten viele neugierige Familien aus den Häusern an der Elisabethstraße. Das Quartierbüro der Hertener Bürgerstiftung hatte eine „Tankstelle Natur“ aufgebaut.

 

In der „Tankstelle Natur“ durften die Kinder die Kaninchen und Hühner mit Streicheleinheiten verwöhnen. © Bürgerstiftung
In der „Tankstelle Natur“ durften die Kinder die Kaninchen und Hühner mit Streicheleinheiten verwöhnen. © Bürgerstiftung

Als besondere Attraktion für alle Generationen wurde hierfür die Tierfarm des Schulbauernhofes aus Recklinghausen angefragt. „Wir möchten den Menschen im Quartier nach der langen Phase der Distanz aufgrund der Corona-Pandemie wieder Möglichkeiten bieten, schöne gemeinsame Momente zu erleben“, sagte Ulrike Prinz, die als Gesamtleitung des Projekts „km2 Bildung“ die Angebote im Quartierbüro organisiert.

 

Dazu wurde das Außengelände mit Zäunen in einen Tiergarten verwandelt. Die Kinder beobachteten den Einzug der Tiere genauso erstaunt wie begeistert. Kaninchen, Hahn, Schaf und Ziege wurden fachgerecht von den Mitarbeitenden des Schulbauernhofes betreut und unter deren Anleitung von Kindern, Eltern und Senioren mit Streicheleinheiten verwöhnt. Neben der Natur-Tankstelle bot das Quartier eine weitere „Tankstelle“ für das leibliche Wohl an.

 

Dagmar Motzin, Mitarbeiterin im Quartierbüro, freute sich: „Die Menschen kommen wieder entspannt in Kontakt und tauschen sich über ihre Erlebnisse mit Tieren aus“. Eine Mitbewohnerin schaute auf ein Kind mit seiner Mutter, die im Sonnenschein gemeinsam liebevoll ein Kaninchen streichelten und meinte: „Das hat uns gefehlt und tut allen einfach nur gut.“ Ulrike Prinz bilanzierte: „Die Aktion soll unbedingt wiederholt werden. Die Tiere haben eine so positive Ausstrahlung, die sich auf das Miteinander der Menschen auswirkt!“



Hertener Bürgerstiftung

Hertener Allgemeine  8.10.2021

Stiftung



Hertener Bürgerstiftung

Hertener Allgemeine  26.9.2021

Hof Wessels



Hertener Bürgerstiftung

Hertener Allgemeine  21.9.2021

Hof Wessels

von Frank Bergmannshoff

 

Fast wie bei Schweisfurth: Das Landpraktikum lebt wieder auf

 

Fast 20 Jahre lang erlebten Hertener Schüler bei Karl Ludwig Schweisfurth in Herrmannsdorf die ökologische Landwirtschaft hautnah. An diese Tradition knüpft jetzt der Hof Wessels an.

 

Bei der Kartoffelernte haben Emma (Städt. Gymnasium) sowie Anika und Franziska (Martin-Luther-Schule) sichtlich Spaß. © Fotografie Witte Wattendorff
Bei der Kartoffelernte haben Emma (Städt. Gymnasium) sowie Anika und Franziska (Martin-Luther-Schule) sichtlich Spaß. © Fotografie Witte Wattendorff

 

Tiere füttern und Ställe ausmisten, Beete anlegen und Gemüse ernten, Kochen mit selbst angebauten Lebensmitteln – all das macht auf dem Hof Wessels seit vielen Jahren die Projekte für junge Menschen aus. Doch das „Planspiel Bauernhof“, das jetzt stattgefunden hat, geht noch weiter. „Die Jugendlichen sollen nicht nur etwas tun, sondern sie sollen mit Kopf, Herz und Hand die Hintergründe erfahren und verstehen“, erklärt Hofleiterin Karina Spohr. Es gehe um eine nachhaltige und zukunftsfähige Landwirtschaft in Zeiten von Klimawandel einerseits und Hungersnöten andererseits.

 

Einst war der Hof Wessels der Ort, an dem sich jedes Jahr 20 Jugendliche von Hertener Schulen trafen, um ihr ökologisches Landpraktikum bei Karl Ludwig Schweisfurth in Herrmannsdorf bei München vor- und nachzubereiten. Doch mit Schweisfurths Tod ist diese Tradition endgültig weggebrochen. Vor rund 35 Jahren hatte sich der Hertener Wurstfabrikant zum Pionier der ökologischen Landwirtschaft gewandelt. Jahr für Jahr gab er seine nachhaltige Lebens- und Arbeitsphilosophie an junge Menschen weiter.

„Viele Kinder waren noch nie auf einem Bauernhof“

In der Küche auf dem Hof Wessels werden Knoblauch und Kräuter für das vegane Mittagessen gehackt. © Rosa-Parks-Schule © Rosa-Parks-Schule
In der Küche auf dem Hof Wessels werden Knoblauch und Kräuter für das vegane Mittagessen gehackt. © Rosa-Parks-Schule © Rosa-Parks-Schule

An diese Zeit knüpft der Hof Wessels jetzt selbst an. Der Hof der Hertener Bürgerstiftung ist gerade erst vom Landesumweltministerium als „Regionalzentrum Bildung für nachhaltige Entwicklung“ deklariert worden.

Am Planspiel nahmen 19 Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 8 und 9 des Städtischen Gymnasiums, der Rosa-Parks-Gesamtschule, der Erich-Klausener-Realschule und der Martin-Luther-Sekundarschule teil. „Viele Kinder waren noch nie auf einem Bauernhof oder hatten Kontakt zu Nutztieren, das merkt man ihnen an“, sagt Mitarbeiterin Nicole Gwizdek.

Die Hoftiere werden nicht nur gepflegt und gefüttert, sondern dürfen natürlich auch mal gestreichelt werden. © Rosa-Parks-Schule © Rosa-Parks-Schule
Die Hoftiere werden nicht nur gepflegt und gefüttert, sondern dürfen natürlich auch mal gestreichelt werden. © Rosa-Parks-Schule © Rosa-Parks-Schule

Eine Woche lang arbeiteten die Schüler/innen abwechselnd in den Bereichen „Ökologische Land-wirtschaft“, „Tierversorgung“ und „Nachhaltige Ernährung“. In der Küche entstanden leckere vegetarische Gerichte wie beispielsweise Falafel oder ein „Vegan Bean Burger Deluxe“. Die Jugendlichen schnippelten begeistert, hackten Knoblauch und sogar der Ketchup wurde mit frischem Ingwer und Orangensaft selbst hergestellt. Alex aus der 9.4 der Rosa-Parks-Schule berichtete, das Kochen gefalle ihm am besten, da man alles nachkochen könne. Und es sei ihm erst jetzt klargeworden, wie viel Arbeit dahintersteckt.

Schurwolle reinigen mit Efeu-Waschmittel

 

Solche Überraschungen und Aha-Effekte gab es reichlich. Zum Beispiel, als einheimische Schurwolle mit selbst hergestelltem Waschmittel aus Efeu gereinigt wurde. Oder als die Schüler/innen lernten, wie man ein sicheres Lagerfeuer entfacht und welchen ökologischen Nutzen eine Wildobsthecke hat. Oder zum Abschluss beim Besuch auf dem Bio-Hof zur Hellen im Windrather Tal bei Velbert, wo die Kälber nach der Geburt nicht, wie in der konventionellen Landwirtschaft üblich, von ihren Müttern getrennt werden, sondern bei ihnen verbleiben.

 

Die Kürbisernte ist reichhaltig ausgefallen. © Rosa-Parks-Schule © Rosa-Parks-Schule
Die Kürbisernte ist reichhaltig ausgefallen. © Rosa-Parks-Schule © Rosa-Parks-Schule

Neue Freundschaften über Schulgrenzen hinweg

 

Ob bei der Kürbis- und Kartoffelernte oder beim Ausmisten der Ställe von Ponys, Ziegen, Kaninchen und Schafen – die Stimmung war während der Hofwoche gut, sogar als es mal nieselte. Es war halt ein bisschen wie in Herrmansdorf, wo durch die gemeinsame, durchaus harte Arbeit stets auch der Gemeinschaftssinn gestärkt wurde. „Es war ein sehr verbindendes Projekt“, resümiert Hofleiterin Karina Spohr. „Zwischen Jugendlichen von verschiedenen Schulen sind Freundschaften entstanden.“ Eine weitere Auflage ist daher geplant, aus der im besten Fall eine neue Tradition von Landpraktika entstehen könnte.

 

Stichwort: Herrmannsdorfer Landwerkstätten

 

Der in Herten geborene Metzgermeister und Fabrikant Karl Ludwig Schweisfurth – 2020 mit 89 Jahren gestorben – machte einst Herta zum führenden Fleisch verarbeitenden Konzern Europas, bevor er nach einer Fastenreise den Betrieb an Nestlé verkaufte, nach Glonn bei München zog und auf dem Gut Herrmannsdorf als Pionier der ökologischen Landwirtschaft von sich reden machte. Die Handwerkskunst und den Menschen in den Mittelpunkt stellen, in besserem Einklang leben mit Tier und Umwelt – das war fortan seine Prämisse.

 

Ab 1999 lud Schweisfurth fast 20 Jahre lang einmal jährlich 20 Jugendliche von weiterführenden Schulen Hertens zum ökologischen Landpraktikum nach Herrmannsdorf ein. Zwei Wochen lang lernten sie eine nachhaltige, verantwortungsvolle Landwirtschaft kennen. Die Zeit war geprägt von harter Arbeit, aber auch starkem Gemeinschaftsgefühl.



Hertener Bürgerstiftung

Hertener Allgemeine  16.9.2021

Quartierbüro und km2



Hertener Bürgerstiftung

Hertener Allgemeine  17.8.2021

Quartierbüro

Ferien-Computerkurs

 

Kinder erobern im Quartierbüro die digitale Welt

 

Im Quartierbüro der Hertener Bürgerstiftung gibt es neue Computerarbeitsplätze. Dort können Kinder die digitale Welt Schritt für Schritt erlernen.

 

Stolz blicken Mohammed (9) und Koteba (13) auf ihre Computerausstattung, die sie aus der Extra-Lernzeit der fünften Sommerferienwoche als Leihgabe mitnehmen. Gemeinsam mit sechs weiteren Schulkindern haben sie sich im Quartierbüro der Hertener Bürgerstiftung einen eigenen Computerarbeitsplatz eingerichtet und einiges über Hardware und Software gelernt.

 

 

Minirechner, Rolltastatur und Monitore

 

Nun stehen ihnen insgesamt acht Computerausrüstungen, zusammengesetzt aus Minirechner, Rolltastatur und ausrangierten funktionsfähigen Monitoren zur Verfügung. Die Leihgabe bildet den Grundstock für den weiterführenden Computerkurs im Rahmen des Programms „Ein Quadratkilometer Bildung Herten“ in der Schulzeit.

 

„Das im Computerkurs Gelernte können die jungen Tüftler so auch während der Woche im häuslichen Bereich unter gleichen Systemvoraussetzungen ausprobieren und weiterentwickeln“, erklärt Kursleiter Jonas Prinz, der Angewandte Informatik studiert. Er möchte die Kinder dafür begeistern, sich mit wenig finanziellem Aufwand den Zugang zur Computerwelt zu bahnen.

 

Bakir (9) hält den kleinen Rechner in seiner Hand und bemerkt: „Erstaunlich, dass ich mit so einem kleinen Gerät wie mit einem großen Computer arbeiten kann“.



Hertener Bürgerstiftung

Hertener Allgemeine  8.8.2021

Quartierbüro

Bundesweit herausgestellt

 

Der Radio-Podcast „Ein Funken Herten“ ist ein beispielhaftes Projekt

 

Über den Schüler-Podcast „Ein Funken Herten“ hat diese Zeitung schon im Mai berichtet. Nun bekommt das Projekt auch bundesweit Aufmerksamkeit.

 

Im Herbst 2020 ist „Ein Funken Herten“ als einwöchiges Radio-Projekt im Süder Quartiersbüro der Hertener Bürgerstiftung gestartet. Leonie Prinz, Studentin des Studiengangs Soziale Arbeit, hatte die Idee dazu und holte ihren Bruder Jonas Prinz, Student der Angewandten Informatik, für die technische Umsetzung mit in die Redaktion. Zu der gehörten in der ersten Staffel auch Kinder der Süder Grundschule. Gemeinsam produzierten sie zwei Folgen.

 

„Uns war es wichtig, ein Medium zu schaffen, mit dem Kinder ihren Gedanken und Ideen Gehör verschaffen können. Kinder beschäftigen sich nicht weniger als Erwachsene mit den Dingen, die um sie herum geschehen; sie werden nur viel zu selten danach gefragt. Sie erforschen die Welt auf eine andere Art, die nicht weniger wertzuschätzen oder ernst zu nehmen ist – aus diesem Grund liegt der Fokus von ‚Ein Funken Herten‘ auch nicht auf einer journalistisch formal-korrekten Berichterstattung oder einer Angleichung der Radiosendung an „erwachsene“ Rundfunkformate, sondern auf dem Schaffen eines Raums, in dem Kinder von ihrem Erleben, ihren Empfindungen und Erfahrungen erzählen können, ohne dass diese aufgrund von ‚Kindlichkeit‘ in ihrer Bedeutsamkeit abgewertet werden“, erklärt Leonie Prinz.

Zweite Staffel hat vier Folgen

 

Gefördert wird das Radio-Projekt vom Programm „Demokratie leben!“, mit dem das Bundes-Familienministerium seit 2015 zivilgesellschaftliches Engagement für ein vielfältiges und demokratisches Miteinander unterstützt. Im Februar dieses Jahres kam die Nachricht, dass der Radio-Podcast „Ein Funken Herten“ weiter gefördert wird. In der zweiten Staffel sollen bis Dezember vier Folgen produziert werden, der thematische Schwerpunkt liegt auf Kultur und Vielfalt. Die Themen orientieren sich am Projektantrag „Warum in die Ferne reisen? Kulturreisen in Herten“. Die erste und zweite Folge kann man sich im Internet bereits anhören. In der aktuellen Folge wird unter anderem Kinderarbeit thematisiert, es gibt ein Interview mit dem Jugendforum vom Haus der Kulturen und es geht um Mythen und Legenden – die Kinder reisen in ihrem Podcast nach Island, wo es ja sogar ein Ministerium für Elfen und Trolle gibt…

Und es ist gut möglich, dass den Hertener Schülerinnen und Schülern in der jüngsten Ausgabe auch ziemlich viele Leute von außerhalb zuhören. Denn gute Beispiele aus der großen Zahl von Projekten, die „Demokratie leben!“ fördert, werden regelmäßig bundesweit herausgestellt. Aktuell auch „Ein Funken Herten“. Das bundesweite Online-Magazin von „Demokratie leben!“ stellt das Projekt als beispielhafte Initiative vor.



Bundesministerium

für Familie, Senioren und Arbeit

und Jugend

 

ein-funken-herten.de

 

Durch den Funken Herten kommen Kinder zu Wort

 

Im Podcast "Ein Funken Herten" sprechen Kinder über ihren Alltag, Vielfalt und Demokratie. Sie sammeln die Ideen, recherchieren die Storys und interviewen die Großen und Kleinen in der Stadt.

 

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"Ein Funken Herten“ ist ein Podcast von Kindern für Kinder, der dennoch viel Wissenswertes für die Großen bietet. Die Themen reichen von phantasievollen Orten wie das Universum des Dr. Who bis hin zu thematisch anspruchsvollen Punkten wie dem Umgang mit Corona. Es wird gelesen, es wird gesungen und es werden Interviews geführt, zum Beispiel mit Hertener Bürgerinnen und Bürgern, die sich für Demokratie stark machen. In jeder Produktion stehen die Fragen, Ideen und Wünsche der jungen Redaktionsmitglieder im Vordergrund. Mittlerweile läuft die vierte Folge, in der aktuell Lisa, Ilin, Sabah und Ismael ihre Hörerinnen und Hörer ins Reich der Trolle und Elfen mitnehmen, aber auch ernste Probleme wie Kinderarbeit ansprechen.

 

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Die Idee zum Podcast entstand während der Corona-Pandemie. "Uns war es wichtig, ein Medium zu schaffen, mit welchem Kinder ihren Gedanken und Ideen Gehör verschaffen können. Kinder beschäftigen sich nicht weniger als Erwachsene mit den Dingen, die um sie herum geschehen, sie werden nur viel zu selten danach gefragt", sagt Leonie Prinz.

 

 

Sie hatte die Idee zu dem Projekt als sie 2020 ein Praktikum im Quartierbüro Herten Süd der Hertener Bürgerstiftung absolvierte. Das Quartierbüro ist im Stadtteil eine Anlaufstelle für Kinder und ihre Familien. Im Rahmen des Programms "Ein Quadratkilometer Bildung Herten" gibt es hier Hausaufgabenbetreuung, Nachhilfe, Freizeit- und Bildungsangebote.

 

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Hertener Bürgerstiftung

Hertener Allgemeine  17.7.2021

Quartierbüro

Diese „Extra-Lernzeit“ macht Spaß – und schlauer

 

Mit verschiedenen Angeboten ist das Team vom „Quadratkilometer Bildung“ aktuell in den Hertener Grundschulen im Einsatz. Sogar „Extra-Lernzeit“ in den Ferien kommt bei den Kindern gut an.

 

Mit „Extra-Lernzeiten“ und weiteren Bildungsangeboten ist das Team vom „Quadratkilometer Bildung“ in den Ferien in den Grundschulen im Einsatz. © Bürgerstiftung
Mit „Extra-Lernzeiten“ und weiteren Bildungsangeboten ist das Team vom „Quadratkilometer Bildung“ in den Ferien in den Grundschulen im Einsatz. © Bürgerstiftung

 

Lachen dringt aus den Räumen des Quartierbüros in Herten-Süd. Eine interessante und spannende Woche voller Anregungen und Spaß liegt nun hinter acht Schulkindern des dritten Jahrgangs der Grundschule. Täglich machten sich die Mädchen und Jungen in der Früh, manchmal noch ein wenig müde, aber neugierig, auf den Weg zum Quartierbüro, um dort von 8 bis 14 Uhr an dem Projekt „Extra-Lernzeit“ teilzunehmen.

Kinder sind motiviert und wissbegierig

Am Freitag der ersten Ferienwoche endete die erste von drei Extra-Lernzeiten des Quartierbüros in Herten-Süd. Es fiel den jungen Leuten nicht leicht, sich voneinander – und erst recht nicht von den beiden Betreuerinnen Münevver Cesur und Ravza Akbas – zu verabschieden. Die beiden Frauen haben die erste Ferienwoche vorbereitet und geleitet. „Es ist toll, dass die Kinder regelmäßig wissbegierig zur Lernzeit gekommen sind und motiviert mitgemacht haben“, lächelt Münevver Cesur zufrieden.

Mathe, Deutsch – aber auch Kreatives und Spielen

Im Programm der kostenfreien Ferienfreizeit enthalten waren neben der Wissensvermittlung und dem Training sprachlicher sowie mathematischer Kompetenzen zu einem großen Teil auch Kreativ-, Bewegungs- und Spielangebote. Lehramtsstudentin Ravza Akbas meint: „Die Kinder haben spielerisch gelernt, sind schnell als Team zusammengewachsen und hatten vor allem eine Menge Spaß in den Ferien. Durch die Kleingruppenbildung konnten wir intensiv auf jedes einzelne Kind eingehen.“

Ein Kressekopf als Andenken

Als Andenken und Symbol für den Lernzuwachs nahmen die Kinder ihre selbst bepflanzten, lustigen Kresseköpfe mit und verabredeten beim nächsten Mal wieder dabei zu sein. Ulrike Prinz, Gesamtleitung des Projekts „Ein Quadratkilometer Bildung“ der Hertener Bürgerstiftung, resümiert: „Der Begriff Extra-Lernzeit hört sich zwar zunächst, besonders auf Schulferien bezogen, sperrig an. Doch dahinter versteckt sich in Wirklichkeit die Chance auf eine besonders fürsorgliche individuelle sowie gruppenbezogene Entwicklungsbegleitung der Kinder, um ihre Potenziale intensiv zu fördern.“

 

INFO:

Der „Quadratkilometer Bildung“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der Hertener Bürgerstiftung, der Stadt Herten und der Freudenberg-Stiftung. Das Projekt-Team bietet an allen Grundschulen Hertens in Absprache mit den jeweiligen Schulleitungen in den Sommerferien verschiedene Angebote für die Schülerinnen und Schüler an. Dazu gehören zum Beispiel Trainingscamps, Freizeitprojekte und Vorschulgruppen – oder eben die „Extra-Lernzeiten“.



Hertener Bürgerstiftung

Hertener Allgemeine  7.7.2021

Hof Wessels / Stiftung

Lernerlebnis-Hof für

5000 Menschen im Jahr

 

Der Hof Wessels der Hertener Bürgerstiftung ist für 2021/2022 in die Liste der 25 BNE-Regionalzentren aufgenommen worden. Karina Spohr (r.) stellte Landrat Bodo Klimpel (2.v.l.) und Hertens Bürgermeister Matthias Müller (2.v.r.) die Anlage im Beisein von
Der Hof Wessels der Hertener Bürgerstiftung ist für 2021/2022 in die Liste der 25 BNE-Regionalzentren aufgenommen worden. Karina Spohr (r.) stellte Landrat Bodo Klimpel (2.v.l.) und Hertens Bürgermeister Matthias Müller (2.v.r.) die Anlage im Beisein von

 

Mehr als 5000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus dem gesamten Kreis Recklinghausen begrüßt der Hof Wessels der Hertener Bürgerstiftung jährlich bei sich auf dem Gelände, um sein außerschulisches Bildungsangebot den Menschen mit naturpädagogischer Arbeit näher zu bringen. Nun wurde die Einrichtung in die Liste der BNE-Regionalzentren im Land NRW aufgenommen. Lediglich 25 davon gibt es im Land. Viel entscheidender als die Auszeichnung ist die Aussicht auf Fördergelder durch das Land. „Wir hoffen auf rund 80.000 Euro“, sagt Jutta Haug, 1. Vorsitzende der Hertener Bürgerstiftung, die Träger des Hofes ist.

 

Menschen zu nachhaltiger Selbstverantwortung bringen

 

BNE – das steht für „Bildung für nachhaltige Entwicklung“, also etwas , das der Hof Wessels im Prinzip seit Bestehen verfolgt. BNE-Ziel ist es, Menschen jeden Alters in die Lage zu versetzten, selbstverantwortlich und gemeinschaftlich die verschiedenen Bereiche gesellschaftlichen Zusammenlebens hin zu einer nachhaltigen Entwicklung verändern zu können. Und nichts anderes machen Leiterin Karina Spohr und ihr achtköpfiges Team mit weiteren Mitarbeitern im Vest.

 

Gemeinsam mit Jutta Haug brachte Karina Spohr jetzt unter anderem Landrat Bodo Klimpel und Hertens Bürgermeister Michael Müller die Arbeit näher. Denn auch der Kreis unterstützt den Hof dank des Klimapaktes mit 15.000 Euro im Jahr. Und da der Hof nicht auf Ressourcen wie eine RAG-Stiftung mit großem Stiftungskapital zurückgreifen kann, ist jeder Euro als Spende, Unterstützung oder Förderung wichtig. „Deshalb hoffen wir auch, dass unser zusätzlicher Antrag auf Förderung bei der Stadt Herten auf offene Ohren trifft“, sagt Karina Spohr, die vor Jahren die Kinder- und Jugendarbeit aufgebaut hat, mit Blickrichtung auf Hertens Verwaltungsspitze.

 

Finanzielle Unterstützung für den Hof ist wichtig

 

Kartoffelkäfer werden mit der Hand aufgelesen

 

Hatte sich die Stiftung bei ihrer Gründung auf die Fahnen geschrieben, dass Kinder und Jugendliche in Herten ihre Lebenschancen ergreifen, verbessern und ihren Weg gehen können sollen, ist das pädagogische Angebot mittlerweile um einiges vielfältiger und betrifft nicht mehr nur Kinder und Jugendliche. Es gibt seit Jahren eine biologisch wirtschaftende, solidarische Landwirtschaft, bei der unter anderem die Kartoffelkäfer noch von Hand entfernt werden.

 

In den Oster-, Sommer- und Herbstferien findet man auf dem Hof spannende Freizeiten für 6- bis 15-Jährige mit unterschiedlichen Schwerpunktthemen. Die Freizeiten werden von erfahrenen Pädagog(inn)en geleitet. Die jungen Menschen können dabei im Kräutergarten mithelfen, Tiere füttern, für sie vielleicht noch unbekanntes Gemüse entdecken – oder einfach nur mal Natur erleben. „Es geht uns nicht um den Eventcharakter, sondern um Verstetigung unserer nachhaltigen Idee“, sagt Karina Spohr.

 

Maßnahmen zur beruflichen Bildung

 

Und das Thema „Berufliche Bildung“ spielt mittlerweile eine ebenfalls wichtige Rolle in Herten. „Es gilt Perspektiven zu entwickeln und den Einzelnen, unter Berücksichtigung seines Rechtes auf Selbstbestimmung, bedarfsgerecht zu unterstützen“, sagt Jutta Haug. Für die einzelnen Maßnahmen gibt es zwar Unterstützung durch z. B. das Jobcenter oder die Agentur für Arbeit, doch das gesamte Gerüst in und auf Stand zu halten, sei einfach aufwendig.

 

Um so wichtiger, so Haug, sei da die Aufnahme als BNE-Regionalzentrum. Damit würde man zwar nicht automatisch auch an andere Fördertöpfe gelangen, doch vielleicht öffne dies doch die eine oder andere neue Tür und sorge für mehr Aufmerksamkeit.



Hertener Bürgerstiftung

Hertener Allgemeine  28.6.2021

km2 Bildung

 

Projekt „Ein Quadratkilometer Bildung“

 

 

Besser lesen mit Spaß und Hilfe an der Barbaraschule in Bertlich

 

 

Birgit Sturm engagiert sich ehrenamtlich als Lesepatin an der Barbaraschule im Projekt „Ein Quadratkilometer Bildung“. Davon profitieren die Kinder, die Grundschule – und auch sie selbst.

 

Lesepatin Birgit Sturm (M.) wird an der Barbaraschule begrüßt von (v.l.) der Vorsitzenden der Hertener Bürgerstiftung Jutta Haug, Schulleiter Wolfgang Unger, der Leiterin des Projekts „Ein Quadratkilometer Bildung“ Ulrike Prinz und Projektkoordinatorin Inga Strunk. © Frank Bergmannshoff

 

 

 

Vor Jahren engagierte Birgit Sturm sich als Lesemutter an der Martinischule in Westerholt. Doch ihre eigenen drei Kinder sind inzwischen im Jugendalter beziehungsweise erwachsen. Deshalb hielt die 50-Jährige Ausschau nach einem Ehrenamt, bei dem sie wieder jüngere Kinder unterstützen kann.

 

Sie kam mit Inga Strunk ins Gespräch, die an der Barbaraschule in Bertlich das Projekt „Ein Quadratkilometer Bildung“ koordiniert – und nicht lange überlegen musste. Denn an der Barbaraschule und auch an den anderen sieben Hertener Grundschulen, die zum „Quadratkilometer Bildung“ gehören, sind Ehrenamtliche gerne gesehen, jedoch Mangelware.

 

Nach Corona haben viele Schüler Defizite

 

Seit einigen Wochen kommt Birgit Sturm jeden Dienstag in die Schule und bietet für Schüler des ersten und zweiten Jahrgangs Leseförderung an. „Wir haben uns für diese Klassen entschieden, da sie bisher am wenigsten Zeit in der Schule verbracht haben“, erklärt Schulleiter Wolfgang Unger. „Gerade jetzt in Corona-Zeiten haben viele Schüler Defizite“, berichtet Inga Strunk. „Wir sind daher dankbar für jede Unterstützung, denn das Lehrer-Team ist am Limit und kann solche Zusatzangebote nicht leisten“, ergänzt wiederum Wolfgang Unger.

 

Leseförderung bedeutet nicht etwa, dass Birgit Sturm Geschichten vorliest. Im Gegenteil. „Die Kinder lesen selbst, manche schon flüssig, andere Silbe für Silbe“, berichtet Birgit Sturm. Sie hilft, wenn es mal hakt, und verbessert behutsam Fehler. „Wir arbeiten jeweils in Kleingruppen mit drei bis vier Kindern. So kann ich mir für jedes Kind etwa 15 Minuten intensiv Zeit nehmen“, sagt die Westerholterin. Die anderen Kinder bearbeiten in dieser Zeit Hefte und Arbeitsblätter aus dem regulären Unterricht.

 

Kinder mit und ohne Förderbedarf

 

Die Kinder wechseln von Woche zu Woche, wobei nicht nur Mädchen und Jungen mit Förderbedarf teilnehmen, sondern auch Kinder, die bereits gut lesen können. „Jeder kann sich verbessern“, sagt Birgit Sturm. Alle sollen Spaß haben und Lernerfolge erzielen, niemand soll sich zurückgesetzt oder stigmatisiert fühlen.

 

„Von ehrenamtlichem Engagement profitieren nicht nur die Kinder, sondern immer auch der oder die Ehrenamtliche“, weiß Ulrike Prinz. Sie leitet das Projekt „Ein Quadratkilometer Bildung“ in Herten. Birgit Sturm kann das bestätigen: „Wenn ich die Freude der Kinder und ihren Spaß am Lesen sehe, ist das auch für mich ein schönes Gefühl.“

 

Ehrenamtliche an allen Grundschulen gesucht

 

Wenn sich weitere Ehrenamtliche melden, weitet Wolfgang Unger die Leseförderung an der Barbaraschule gerne auf die anderen Jahrgänge aus. Aber auch die übrigen Hertener Grundschulen freuen sich über Unterstützung. „Gärtnern, Sport, Übersetzen, Bücherei – es gibt viele Möglichkeiten, sich zu engagieren“, erklärt Ulrike Prinz. „Interessierte melden sich am besten direkt in der Schule in ihrem Stadtteil“, sagt Jutta Haug, Vorsitzende der Hertener Bürgerstiftung. Voraussetzung ist ein erweitertes Führungszeugnis.

 

 

Die Bürgerstiftung hält beim „Quadratkilometer Bildung“ gemeinsam mit der Freudenberg-Stiftung die Fäden in der Hand. Ziel des bundesweiten Projekts, das in Herten 2009 an der damaligen Grundschule In der Feige startete, ist, rund um die Schulen ein Netzwerk aus Akteuren und Institutionen zu knüpfen, das sich um die Bildungschancen der Kinder kümmert.

 

 

 



Hertener Bürgerstiftung

Hertener Allgemeine  16.6.2021

Quartierbüro

Stress mit Formularen und Behördengängen? Hier gibt es Hilfe

 

Das Ausfüllen von Formularen wie zum Beispiel für Kindergeld oder Leistungen auf Bildung und Teilhabe ist für Eltern gar nicht so leicht. Unterstützung dabei gibt es nun im Quartierbüro Süd.

 

Said Chehade bietet im Quartierbüroder Bürgerstiftung auf der Elisabethstraße in Herten-Süd ab dem 17. Juni ehrenamtliche Hilfe an. Jeden Donnerstag von 9 bis 12 Uhr können Eltern nach vorheriger telefonischer Anmeldung kostenfrei Unterstützung bei den Formalitäten bekommen. Said Chehade (53) kennt die Unsicherheiten. Er kam 1988 aus dem Libanon nach Deutschland, hatte die deutsche Sprache noch nicht erlernt und musste wichtige Formalitäten und Behördengänge bewältigen: „Ich bin dankbar, dass mir Personen mit Erfahrungen zur Seite standen.“

 

„Anderen Menschen Ängste zu nehmen, macht mich glücklich“

 

Privat stellt er daher seit Jahren auch seine Erfahrungen und erworbenen Kenntnisse Hilfesuchenden zur Verfügung, beispielsweise bei der Übersetzung der arabischen Sprache ins Deutsche bei Behördengängen. Nun will er seinen Aktionsradius auf den Stadtteil Herten-Süd erweitern und freut sich über das Raumangebot der Bürgerstiftung. Ulrike Prinz, Leiterin des Quartierbüros Herten-Süd, ist begeistert: „Das neue nachbarschaftliche Beratungsangebot zeigt, wie Familien im Quartier gegenseitig von ihren Kompetenzen profitieren können“.

 

Hochmotiviert blickt Said Chehade auf den Beginn seiner ehrenamtlichen Tätigkeit „Anderen Menschen Ängste zu nehmen und ein Stück des Weges zu begleiten, macht mich glücklich!“



Hertener Bürgerstiftung

Hertener Allgemeine  27.5.2021

Hof Wessels



Hertener Bürgerstiftung

WAZ  27.5.2021

Quartierbüro / km2



Hertener Bürgerstiftung

Hertener Allgemeine 21.5.2021

Hof Wessels

 

 

rechts: die Jahreszahl muss lauten: 2024



Hertener Bürgerstiftung

Hertener Allgemeine 18.5.2021

Hof Wessels



Hertener Bürgerstiftung

Hertener Allgemeine 15.5.2021

Stiftung



Hertener Bürgerstiftung

Hertener Allgemeine 13.5.2021

Stiftung

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"Wirte des Wessels Hofs werfen das Handtuch"
HA am 13.Mai 2021-1.pdf
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Hertener Bürgerstiftung

Hertener Allgemeine 27.4.2021

Hof Wessels



Hertener Bürgerstiftung

WAZ 8.4.2021

Quartierbüro



Hertener Bürgerstiftung

Hertener Allgemeine 7.4.2021

Hof Wessels



Hertener Bürgerstiftung

Hertener Allgemeine 29.3.2021

Quartierbüro



Hertener Bürgerstiftung

Hertener Allgemeine 24.3.2021

Stiftung



Hertener Bürgerstiftung

Eigener Text 15.3.2021

Hof Wessels

Die Bildung für nachhaltige Entwicklung – kurz BNE – geht auf dem Hof Wessels in die nächste Runde. Gefördert vom Land NRW sollen BNE-Maßnahmen Menschen ermöglichen, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen.

 

Online-Seminar

Da die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie Präsenz-Veranstaltungen nach wie vor nicht zulassen, bietet der Hof ein Online-Seminar mit der Videotelefonie-Software Zoom an. Zoom ist für Meetings ein beliebtes Portal und mit jedem PC leicht und für Teilnehmer kostenlos zu nutzen. Zum Programm des Seminars, das Freitag, 19. März, ab 16 Uhr stattfindet, haben Hofleiterin Karina Spohr und ihr Team eine Übersicht zusammengestellt, die Sie im Anhang finden.

Nehmen Sie sich die Zeit!

Daten für die Nutzung von ZOOM:

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Hertener Bürgerstiftung

Hertener Allgemeine 19.2.2021

Quartierbüro



Hertener Bürgerstiftung

Hertener Allgemeine 26.1.2021

Hof Wessels



Hertener Bürgerstiftung

Hertener Allgemeine 25.1.2021

Hof Wessels